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DSL über Satellit

DSL via Satellit ist eine technische Alternative in Gegenden oder Haushalten, in denen terrestrisches DSL über die Telefonleitung oder den Kabelanschluss nicht realisiert werden kann.

Satelliten-DSL kann technisch gesehen an jedem beliebigen Standort weltweit eingerichtet werden. Voraussetzung zur Einrichtung sind eine DSL-fähige Satellitenschüssel, die in geeigneter Ausrichtung auf dem Hausdach oder an einer Außenwand des Gebäudes angebracht werden kann, ein Festnetzanschluss, ein ISDN- oder Modem-Internetzugang, ein Adapter für den Computer und die entsprechende Software.

Die Satelliten-Schüssel wird ausschließlich für den Download von Daten (Hinkanal) genutzt, der höhere Datenmengen verarbeiten muss. Der Upload von Daten (Rückkanal) erfolgt über die ISDN-Leitung oder das Modem. Beim Satelliten-DSL sind immer zwei Datenwege eingerichtet: die Satellitenschüssel und die Telefonleitung. Neuere Techniken ermöglichen, dass die ISDN-Leitung automatisch getrennt wird, sobald Daten über die Satellitenschüssel empfangen werden.

Die DSL-Verbindung über Satellit ermöglicht einen Highspeed-Zugang zum Internet, steht also in der praktischen Arbeit des Anwenders mit dem Internet im Vergleich zum terrestrischen DSL in nichts nach. Ein Nachteil ist die aufwändigere Erstinstallation des Systems, da neben der Softwareinstallation auch die Hardware (Satellitenschüssel, PCI-Karte und USB-Box) eingerichtet werden müssen.

Satelliten-DSL verursacht höhere laufende Kosten, da sowohl der ISDN- oder Modemanschluss über die Festnetzleitung als auch der Highspeed-Satellitenzugang finanziert werden müssen.