Freenet streicht DSL aus der Bilanz
19. Feb 2009
Der Hamburger Telekommunikationskonzern Freenet hat die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2008 vorgelegt. Der Umsatz belief sich auf 2,87 Milliarden Euro nach 1,69 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Übernahme des Mobilfunkanbieters Debitel im letzten Jahr steuerte erheblich zum rapiden Umsatzwachstum bei. Beim EBITDA-Ergebnis wurde ein Rückgang von 213,7 Millionen Euro auf 207,1 Millionen Euro verzeichnet. In der Bilanz hat das Unternehmen sein DSL-Geschäft und die verkaufte Tochterfirma Debitel Nederland als aufgegeben geführt. Die zwei Geschäftsfelder hatten einen Verlust von 36,8 Millionen Euro zum Ergebnis beigetragen.
Der DSL-Bereich des ehemaligen Breitbandanbieters zählte zuletzt rund 1,05 Millionen DSL-Kunden und gehört damit zu den kleineren Anbietern auf dem deutschen DSL-Markt. Seinen Fokus hat der Konzern nun auf das Mobilfunkgeschäft und Onlineportale gerichtet. Der bisherige Konzernchef Eckhart Spoerr hatte zum Jahresende 2008 seinen Rücktritt angekündigt. Zwar steht Freenet DSL nach wie vor zum Verkauf aber bisher konnte noch kein Käufer gefunden werden wofür die schwierige Wirtschaftlage sicherlich mitverantwortlich ist.


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