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Deutschland - Zahl der Glasfaseranschlüsse gering

19. Jan 2012

Nach den aktuellen Zahlen des Fibre to the Home (FTTH) Council surfen nur 0,44 Prozent der Breitbandnutzer in Deutschland per Glasfaseranschluss durch das World Wide Web. Laut den Experten sind die bestehenden Verträge mit langen Laufzeiten und die hohe Qualität Kupferleitungen für die geringe Verbreitung der Glasfaseranschlüsse verantwortlich. Der DSL-Marktführer Deutsche Telekom AG würde zudem beim Glasfaserausbau nicht nur zögerlich agieren und es im Konzern nicht nur Befürworter für die Glasfaser geben. Wie der FTTH-Council Generaldirektor Hartwig Tauber berichtet, seien Glasfaserverbindungen unbedingt erforderlich weil selbst 100 Megabit schnelle Breitbandzugänge bereits nach kurzer Zeit durch HD-Videos und Smart-TVs ausgelastet sein könnten.


Bei den führenden Breitbandregionen Korea, Japan und Skandinavien beläuft sich die Glasfaserquote auf alle Breitbandnutzer des jeweiligen Landes bezogen auf einen hohen Wert. Zum Beispiel surfen 26 Prozent der japanischen Breitband-User per Glasfaser durch das Netz. Im weltweiten Vergleich landet Deutschland bei Glasfaser-Breitband auf den letzten Platz. Der Glasfaserausbau verzeichnete dem FTTH  Council zufolge im Jahr 2011 ein Wachstum von 26 Prozent bei den anschlussfähigen Haushalten während es im Vorjahr noch 12,5 Prozent waren. In ganz Europa gibt es derzeit 4,6 Millionen Glasfasernutzer während es mit 46 Millionen in Asien zehn mal mehr User sind. Der Ausbau der Glasfasernetze ist teuer und einer der Gründe wieso in Deutschland die Glasfaseranschlüsse nur so wenig verbreitet sind.

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